Schlachtensee-West

 

westliche Altvaterstraße

 

zwischen Spanische Allee und Reifträgerweg

 

Die Altvaterstraße führt von der Breisgauer Straße am S-Bahnhof Schlachtensee zur Spanischen Allee. Von ca. 1894–1939 hieß sie Mariannenstraße (zwischen Bahnhof und heutigem Reifträgerweg, ein sehr schmaler Abschnitt direkt am Bahndamm befindet sich noch im Urzustand), ab 1909 unter Einbeziehung und Umbenennung der nördlichen Gerkrathstraße bis zur heutigen Spanischen Allee (s. Kartenausschnitt von 1926); von 1939–1947 Wahrmundzeile. Ihren heutigen Namen hat sie nach dem Altvatergebirge, einem Teil der Ostsudeten in der Tschechischen Republik.

Das erste Haus im westlichen Teil der Altvaterstraße war die Engelhardtsche Villa, erbaut um 1899. Die weitere Bebauung erfolgte erst in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre. Die Siedlung 12a-g/15 entstand in den 1960er Jahren.

 

 

Einst markanter Blickpunkt an der Altvaterstraße (rechte Straßenseite) Ecke Spanische Allee: das Haus Spanische Allee 103, in den 1960er Jahren abgerissen und mit „Typenhaus“-Reihenhäusern bebaut

Blick (von rechts) auf die Häuser Altvaterstraße 35–29/31

Der Straßenabschnitt westlich der Nr. 17 wurde ab den 1930er Jahren bebaut.

 

Altvaterstraße 17 (früher Gerkrathstr. 1/2, dann Mariannenstraße 17), Engelhardtsche Villa, erbaut von der HAG/Architekt Paul Engelhardt um 1899 für die Rentiere Helene Engelhardt geb. Bauer

Seit über 100 Jahren: der Durchgang zum Schlachtensee; links an der Altvaterstraße, rechts an der Straße Am Schlachtensee gegenüber der Treppe zum See

 

 

Ernst-Ring-Straße

 

Die recht kurze Ernst-Ring-Straße wurde ab 1910/11 bebaut und zweigt vom ehemaligen Heimstättenplatz nach Norden ab. Ernst Ring (1850–1906) war Kgl. Oberamtmann/Rittmeister a.D. des Ritterguts Düppel und trug den Titel eines Ökonomierats. Er war Abgeordneter des Kreises Teltow im Provinziallandtag der Provinz Brandenburg.

 

Kreuzung Ernst-Ring-Straße/Matterhornstraße/Spanische Allee

(bis 1940 Heimstättenplatz)

Nr. 1, erbaut um 1935 für den Geheimen Baurat Erich Buschberg

Nr. 2 (vor dem Krieg 2–4), erbaut um 1924 von der HAG für den Fabrikanten Willi Schubert (Tegel) – 2007 saniert

Nach dem Zweiten Weltkrieg residierte hier die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit.

Nr. 3, de Ray’sches Haus, erbaut um 1910/11 für den Privatier Max de Ray

 

Nr. 5, Neuhaus’sches Haus, erbaut um 1911/12 für Dr. phil. et jur. Erich Neuhaus

Nr. 7, erbaut um 1928 für den Ober-Ingenieur Richard Heiser

Nr. 8, erbaut um 1930 für den Bankbeamten/Rentier Max de Ray und den Ober-Ingenieur Karl Paulsen (beide vorher Nr. 3)

   
 

Nr. 11, erbaut von der Deutschen Reichsbahn 1939/40 als Ersatz für die wegen des Autobahnbaus abgerissenen Beamtenwohnhäuser in der Parallelstraße

 
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