Nördliche Rehwiese

An der Rehwiese

Die Straße An der Rehwiese verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Spanischen Allee entlang dem westlichen Rand der Rehwiese, knickt auf Höhe des Julius-Posener-Platzes nach Westen und endet an der Ecke Prinz-Friedrich-Leopold-/Libellenstraße. Die von Eichen bestandene und überwiegend von Groß-Kopfsteinpflaster bedeckte Straße – der Abschnitt von der Normannenstraße bis zum Grundstück Nr. 22 ist asphaltiert – wurde unmittelbar nach der Gründung der Villenkolonie erschlossen und bebaut. Die anliegenden Grundstücke bieten bis heute den unverstellten Blick auf die lang gestreckte Grünfläche der Rehwiese sowie eine Orientierung der Häuser nach Osten bzw. Süden.

Von den mehr als dreißig Bauten an der Straße sind fünfzehn vor 1910 und weitere vier bis 1914 entstanden. Nachdem in den 1930er Jahren sieben Häuser gebaut worden waren, gab es eine dritte Bebauungsphase in den 1960er und 1970er Jahren, als noch einmal acht Wohnhäuser, zum Teil als Mehrfamilienhäuser, dazu kamen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Häuser Nr. 1b und 24b zerstört, in den 1970er Jahren drei Altbauten abgerissen. Das Haus Nr. 24b entstand um 2000 an Stelle eines Gebäudes aus den 1960er Jahren.

 

Nr. 1, erbaut um 1933/34 für den Lehrer Dr. phil. Hermann Sorge

ehem. Nr. 1 (ab 1935 1b), Villa „Zur Morgensonne“, erbaut von der HAG 1901 als erstes Haus an der Rehwiese für den Gymnasialprofessor Dr. Adolf Groth – im Weltkrieg zerstört und 1959 neu bebaut

Nr. 2/2a, erbaut von Carl Hoppe/HAG 1913 für Major Hermann Schubert

 

Nr. 3, Haus Tschirner, erbaut von der HAG 1906/07 für den Kfm. Heinrich Tschirner – Baudenkmal

Nr. 3a, Haus Adolph von Hans Heinrich Müller („Bewag-Müller“) für den Bewag-Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. Johannes Adolph, 1935 – Baudenkmal

Nr. 5, Haus Langen, erbaut von der HAG 1905/06 für den Kfm. Karl Langen. Das Haus fiel Mitte der 1970er Jahre, wie auch das benachbarte, 1907/08 von der HAG/Max Fraenkel, erbaute Haus Levy, Nr. 4 (abgerissen 1983), der Spekulationswut dieser Jahre zum Opfer.

Nr. 7, 7a/7b, erbaut 1958 von Peter Poelzig für den Maler Vincenz Pieper, die Gartenarchitektin Herta Hammerbacher und sich selbst – Baudenkmal

 

Nr. 9, Villa Salzmann, Haus „Pax“, 1904/05 von der HAG für den Fabrikanten Dr. Max Salzmann errichtet – Baudenkmal

 

Nr. 11 (auch Normannenstr. 18), Haus Haag, „Linden-Eck“, errichtet 1902/03 von Fr. Maywald im Büro Philipp Holzmann Berlin für deren Direktor Adolf Haag – Baudenkmal, baulich verändert, s.a. nächste Seite

Blick in Richtung Spanische Allee über die nördliche Rehwiese an der gleichnamigen Straße

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