Zehlendorf-West

 

 

 Südliche Argentinische Allee

 

Die bei ihrer Anlage durch die ZWTAG Grunewald-Allee (auch Zusammenschreibung gebräuchlich) benannte Straße führte bis Anfang 1930 vom (damals namenlosen) heutigen Mexikoplatz zur heutigen Fischerhüttenstraße.  Im Zuge der Erschließung des Wohngebiets Zehlendorf-Nord durch Errichtung der beiden Großsiedlungen von GEHAG (charakteristisch: die Flachdächer) und GAGFAH (Spitzdächer) wurde sie bis zur heutigen Clayallee (ehemals Cecilienstraße, ab 1934 Kronprinzenallee) verlängert. Ihren heutigen Namen erhielt sie Anfang 1934 (im Adressbuch ab 1935 aufgeführt). 1938/39 entstanden auf dem an das „Krankenhaus Waldfriede“ anschließenden Areal die „SS-Kameradschaftssiedlung“ sowie auf der gegenüber liegenden Straßenseite südlich der Wilskistraße die „Waldsiedlung“, beide von der GAGFAH gebaut. Die ersten Häuser in der Grunewald-Allee wurden um 1906 errichtet (Nr. 2 und Nr. 8). Bereits vor 1945, vor allem aber nach dem Krieg wurden einige Häuser abgerissen und Grundstücke verdichtet neu bebaut. Bis Ende der 1950er Jahre war die Fahrbahn nur zweispurig, der gesamte Straßenzug wurde dann auf Veranlassung der US-Armee  verbreitert, ebenso die südlich weiterführende Lindenthaler Allee.

Unter der Argentinischen Allee befinden sich die 200 m langen Abstellgleise der U-Bahn. Der U-Bahnhof Krumme Lanke wurde im Dezember 1929 als Endstation der Verlängerung von der Station Thielplatz in Betrieb genommen. Er wurde 1988/89 restauriert, wobei das Gebäude fast vollständig abgetragen wurde.

 

 

 

Nr. 3 (rechts) und Nr. 5 (links), erbaut 1908/09 für Elgar Frhr. von Dalwig, Landesältester a.D. – abgerissen und neu bebaut

In der Bildmitte zweigt die Prinz Friedrich Karl-Straße (seit 1927 Sven-Hedin-Straße) ab

Nr. 1, Miets- und Geschäftshaus, erbaut 1909/10 von Otto Kuhlmann, Teil des Denkmalensemble

Nr. 2, Miets- und Geschäftshaus, erbaut 1906/07 von Otto Kuhlmann, Baudenkmal, Teil des Denkmalensembles

Nr. 3 (links) erbaut 1910/11 von Robert Kleinau, 2015 restauriert – Baudenkmal

Nr. 7, erbaut 1914 von Otto Rudolf Salvisberg für Lampenfabrikbesitzer Willy Schwintzer

Nr. 9, erbaut um 1937 für Kfm. Fritz Scheller

Nr. 10, erbaut um 1910 von Siegfried Kaprowski und Gustav Jänicke für Bankier Albert Wersche – abgerissen und neu bebaut

Nr. 11, erbaut 1910 von Architekt Baupert für Rechtsanwalt Dr. Fritz Brandi

Nr. 12, erbaut um 1911 für Elgar Freiherr von Dalwig, Landesältester a.D. (vorher Nr. 5)

Nr. 17 (mit Nr. 13–15), erbaut 1911/12 für Edgar G.F. du Pasquier, Rittmeister a.D.

Nr. 19 (heute Forststr. 55), erbaut 1910/11 von Walther Epstein – Baudenkmal

Nr. 20, erbaut um 1907 von und für Walther Epstein – teilweise zerstört und verändert wieder aufgebaut

Nr. 21, erbaut um 1937 für Dipl.-Ing. Rudolf Hermann Mosting

Nr. 23 (ehem. 21–25), erbaut um 1922 für Bankdir. Dr. jur. Fischer

Nr. 24–26, erbaut um 1912 von Franz Seeck für Rudolf Hauptner, Fabrikant (veterinärmedizin. Instrumentenfabrik), baulich verändert

Nr. 28, Landhaus Fiedler, erbaut 1910/11 von Felix Lindhorst für Baumeister Franz Fiedler (beide Fa. C. Kuhn) – Baudenkmal. Seit Kriegsende Haus der Jugend

 

Nr. 29, erbaut um 1936 für Kfm. Peter Porn

 

Nr. 30, erbaut 1922 von Max Werner für Knobloch & Rosemann, Konfektionäre – Baudenkmal. Seit Kriegsende Haus am Waldsee

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