Zehlendorf-West

 

 Beerenstraße

 

 

 

Die Straße hieß ehemals Behren[d]’scher Weg (vorher um 1874 Bärenscher Weg). Sie begann wie heute am Zehlendorfer Gemeindewäldchen an der einstigen Heidestraße (heute Busseallee) und führte ab dem jetzigen Mexikoplatz als heutige Matterhornstraße am Bahnhof Schlachtensee vorbei. Seinen Namen hat der frühere Weg durch die einstige Feldmark wahrscheinlich nach Jean Beer/Behr/Berr/Bär, Kommerzienrat in Potsdam (gest. 1834), der 1814 das Zehlendorfer Lehnschulzengut mit Teilen der Bauernheide am südöstlichen Schlachtensee („Behrensches Feld“) erwarb und zudem Zehlendorfer Posthalter war. Den Namen Beerenstraße gibt es seit ca. 1892. Als erstes entstanden auf dem Gebiet der Landgemeinde Zehlendorf Mietshäuser, die von Arbeitern, Gemeindeangestellten und einer großen Zahl Witwen bewohnt wurden. Die ZWTAG verbreiterte die Straße auf ihrem Gebiet (ab Nr. 17 bzw. Nr. 26) und ließ als erste Gebäude die Miets- und Gewerbehäuser an den Kreuzungen mit der Karl-Hofer- und der Forststraße errichten.

 

Blick vom Mexikoplatz in die Beerenstraße um 1920: links Block Nr. 57/Mexikoplatz 4, rechts Block Nr. 66/Bülowstr. 1

Nr. 18/Forststr. 13, Miets- und Gewerbehaus, erbaut 1904/05 für Milchpächter Hermann Springstubbe

Nr. 27 Ecke Forststraße, erbaut um 1905 für Gastwirt Peter Czarnotta; rechts im Hintergrund Nr. 29 – Ansicht ca. 1915

Nr. 29/Fürstenstr. 14, Mietshaus, erbaut um 1909 für  Rektor Wilhelm Fritz  

Nr. 39/Karl-Hofer-Str. 39, Mietshaus, erbaut 1905/06 von Fritz Kabelitz – Baudenkmal

Nr. 51, Landhaus Dr. Koch, erbaut 1908/09 von Hermann Muthesius für Dr. med. Hermann Koch – Baudenkmal

Nr. 53, Heisersches Haus, erbaut um 1905 für Kfm. Otto Heiser

   
  Nr. 57 (mit Mexikoplatz 4), Miets-
und Gewerbehaus, erbaut 1905/06 von Otto Kuhlmann – Baudenkmal, Teil des Denkmalensembles
 
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