Schlachtensee

 

Der Seeschlag: Elvirasteig

 

Der heutige Elvirasteig ist eine der vier ältesten Wegstrecken im Siedlungsgebiet südlich des Schlachtensees. Um 1870 führte sie in Nord-Süd-Richtung von der Potsdamer Chaussee zur Alten Fischerhütte nahe dem Grunewaldseen-Wanderweg – am Schlachtensee „Längs des Sees" benannt. Sie wurde um 1901/02 als Ziet(h)enstraße von der HAG befestigt (Hans Joachim von Ziet(h)en [1699–1786], preußischer Militär) und mündete nun in die Alsenstraße (Fischerhüttenstraße). Sie begann jetzt am damaligen Bärenschen/Behrendschen Weg (Matterhornstraße), da  die HAG auf dem südlich anschließenden Gelände ihre Kolonie Schlachtensee-Ost angelegt hatte, wodurch die ursprüngliche Wegführung zur Potsdamer Chaussee entfiel.

Zwar wurden an der auf dem „Seeschlag“ verlaufenden Straße bereits vor der Jahrhundertwende zwei Häuser – darunter das unter Denkmalschutz stehende Holzhaus (Nr. 28) – errichtet, doch war die Bautätigkeit bis Mitte der 1930er Jahre gering, als der ebenerdige Bahnübergang an der Kreuzung mit der Straße Am Schlachtensee zu einer Überführung umgebaut und die Straße befestigt wurde. Mitte 1938 erfolgte die Umbenennung in Hans-Knirsch-Weg (Hans Knirsch [1877–1933], deutschnationaler Politiker in Österreich und Nordböhmen und Mitbegründer der dortigen faschistischen „Deutschen Arbeiterpartei“, später „Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei“). Bis 1945 gehörte die Alte Fischerhütte unnummeriert zum Elvirasteig, von dem noch immer eine Treppe dorthin führt.

 

 

 

Einst in unmittelbarer Nachbarschaft zur Alten Fischerhütte:

Nr. 51 (bis 1931 Ziethenstr. 1), erbaut um 1900 für Gastwirt Carl Thiemig, in den 1960er Jahren abgerissen, von 1904 bis zum Abriss Gasthaus „Zur Wolfsschlucht“  – Postkarte um 1913 mit Blick Richtung Wannseebahn

Nr. 28, Junghann’sches Haus, Holzhaus, erbaut 1897 als Sommerhaus von der Wolgaster Holzhäuser-GmbH für den Kgl./Geh. Bergrat Otto Junghann (Charlottenburg) – Baudenkmal

Nr. 26, ehem. Chauffeurshaus zu Nr. 28

 

Nr. 24/Terrassenstraße 5, Holzhaus, erbaut 1923/24 von der Deutschen Werkstätten AG in Hellerau/Dresden für den Kfm. Werner Plenio – Baudenkmal

Nr. 22, erbaut um 1936 für Bruno Kühne, Senatspräsident

Nr. 19, erbaut um 1936 für Heinrich Credner, Kapitänleutnant i.R.

Nr. 17, erbaut um 1938 für Otto Legal, Geh. Reg.-Rat

Nr. 15, erbaut um 1936 für Johann Stappen, Handlungsbevollmächtigter

Nr. 12, erbaut um 1920 für Wwe Maria Ermeler

Nr. 9 (vor 1945 Nr. 9c), erbaut um 1937 – Eig.: 1938–43 Rudolf Hoffmann, Baumeister/Baugeschäft

 

Blick in Richtung Wannseebahn  

 

Kreuzung Elvirasteig/Salzachstraße mit der 1934 errichteten Wannseebahn-Brücke

Hinter der Wannseebahn-Brücke führt der ab Mitte der 1930er Jahre bebaute südliche Abschnitt des Elvirasteig zur Matterhornstraße und wird, leicht verschwenkt an einem kleinen Schmuckplatz, durch den Rhumeweg fortgesetzt.

Unmittelbar hinter der Bahnbrücke: der Fußgängerweg Slatdorpweg. Links Treppe Richtung Salzachstraße, Mitte Richtung Bhf. Mexikoplatz. Rechtes Bild: Blick in den ab 1934 bebauten Abschnitt des Elvirasteig.

Nr. 6, erbaut um 1935, Ersteigentümer Prof. Dr. Walter Freye, Studienrat

Nr. 4, erbaut um 1935/36 für Rechtsanwalt Friedrich Buro; rechts Zufahrt zu den Häusern Nr. 4a und 4b

Nr. 3, erbaut 1934/35 für Schauspielerin Cläre Rommer verh. Strenger, Eig. ab 1936 Schauspieler Gustav Fröhlich

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