Zehlendorf-West

 

„Fürstenviertel“

 

Die im Nordosten der Villenkolonie Zehlendorf-West von der ZWTAG angelegten Straßen zwischen Argentinische Allee, Fischerhüttenstraße, Forststraße und Potsdamer Chaussee wurden nach in den Adelsstand erhobenen Militärs benannt. Die bereits von der Gemeinde Zehlendorf angelegten und in Würdigung des Sieges im deutsch-dänischen Krieg 1864 benannten Straßen wurden unter Beibehaltung ihres Namens verlängert.

 

 

 Jaehnstraße

 

Der Weg hieß bis 1927 Verlängerte Hermannstraße, dann Straße A, 1928 erfolgte die Benennung nach Max Jaehn (auch Jähn, gestorben um 1925). Dieser war ab 1905 Direktor der Zehlendorf-West Terrain-AG und zwischen 1913 und 1919 Mitglied der Zehlendorfer Gemeindevertretung. Die heutige Straße verläuft zwischen Flensburger/Karl-Hofer-Straße und Friedrich Karl-/Sven-Hedin-Straße, ursprünglich mit Fußweg zur Argentinischen Allee, und war bis 1930 unbebaut. Als Straßenbäume wurden Akazien gewählt. Die Wohnhäuser Nr. 5 und 7/9 stehen unter Denkmalschutz.

 

Nr. 5, Wohnhaus, erbaut 1932 von Hermann Karpenstein für Drs. med. Ilse und Bernhard Kreuz – Baudenkmal

Nr. 6, erbaut 1939 Hans Richard Herwarth v. Bittenfeld, Major a.D.

Nr. 7/9, Wohnhaus, erbaut 1928 von Albert Geßner für: Nr. 7 Prof. Dr. Franz Weidert, Nr. 9 Architekt Theodor Ferber – Baudenkmal

 

„Fürstenviertel“: Blumenthalstraße

Die kurze Straße, von Linden gesäumte Straße östlich des heutigen Marga-Meusel-Platz (benannt im Herbst 2011, bis dahin namenlos) wurde von der ZWTAG angelegt und nach dem Generalfeldmarschall Leonhard Graf von Blumenthal (1810–1900) benannt. Sie verbindet die Beeren- mit der Sven-Hedin-Straße.

Nr. 1, erbaut um 1924/25 für Lonny und Dipl.-Ing. Karl Fischer, Hüttendir. a.D.

 

Nr. 2, Mehrfamilienhaus, erbaut um 1906 für den Kfm. Adolf Buchholz

Nr. 3, erbaut um 1924/25 für Dir. Paul Rau

Nr. 4, erbaut um 1936 für Elisabeth und Dipl.-Ing. Carl Graumann, Fabrikdir.

Blick in die Blumenthalstraße, rechts der Marga-Meusel-Platz

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