südliche Potsdamer Chaussee – Königsweg

 

Kleist- oder auch Zickenviertel

 

Bereits 1925 waren die – noch unbefestigten – Straßen zwischen Am Waldhaus im Osten und dem Düppeler Forst im Westen nach Figuren aus Kleistschen Dramen bzw. Persönlichkeiten der friederizianischen Zeit benannt worden, woraus die Bezeichnung „Kleistviertel“ herrührt. Doch erst Anfang der 1930er Jahre wurde auf den bisher mit „Sommerhütten“ (Lauben) besiedelten Parzellen im „Zickenviertel“ (so genannt wegen der sehr verbreiteten Kleinviehhaltung, bedingt auch dadurch, dass es in der Nähe keine Milch zu kaufen gab) mit der Bebauung begonnen.

 

 

 

 

Kartenausschnitt: Das Kleist-Viertel 1926

Die Sackgasse „Waldhauswinkel“ wurde 1956 benannt, die Von-der-Trenck-Straße 1966 fertig gestellt.

 

Das linke Bild von 1924 ist ein Blick vom Königsweg auf die Lauben in der Quantzstraße, auf dem Bild rechts sind die neu erbauten Häuser Quantzstraße 3 (Eig. Architekt Willy Rese, erb. 1933/34, links, heute Nr. 3a) und 10 (Schlingelhof, erb. 1934/35) Ende 1935 zu sehen. Die hier noch unbefestigte Quantzstraße verläuft zwischen beiden Häusern, die Baumreihen und das Gebäude im Hintergrund gehören zur Waldhausklinik und der Potsdamer Chaussee.

Quantzstraße, ehem. Nr. 1 um 1969, in der Kriegszeit Lager der Organisation Todt, danach Flüchtlingslager – abgerissen und neu bebaut

Zeppelin über dem Zickenviertel 1931

Quantzstraße 27 Ecke Königsweg, Laube 1924 und Bebauung 1939 für den Installateur Carl Ehmer, baulich stark verändert

Barnhelmstraße 19, erbaut 1936/37 für den Schneidermeister P. Grunert

Blick aus der noch unbefestigten Tellheimstraße auf die Quantzstraße 1954

Königsweg 224, erbaut um 1937 für die Wwe. Olga Stürzenbecher

Nr. 235/Katteweg 35/37, Restaurant Waldhütte – abgerissen und neu bebaut

Die durch einen Neubau 1997/98 ersetzte Königswegbrücke und Blick von derselben auf die Autobahn Richtung Funkturm

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