Krottnaurerstraße

nördlich der Spanischen Allee

 

Die Krottnaurerstraße verläuft zwischen der Altvater- und der Wasgenstraße. Sie wurde ab 1900 in mehreren Bauabschnitten von der HAG angelegt und ausgebaut. Sie führt in Nordsüdrichtung von den Wannseebahn-Gleisen durch Schlachtensee-West nach Nikolassee. Ihren Namen erhielt sie schon bei ihrer Anlage nach dem Direktor der HAG.

Ansichten der südlichen Krottnaurerstraße hier.

 

Nr. 1–3/Waldsängerpfad 2, Westrumsches Haus (Kfm. Leonhard Schade van Westrum), erbaut um 1900 von der HAG – 1945 von der Roten Armee zerstört, nur eine Gartentreppe blieb

Nr. 5a, erbaut um 1937/38 für Otto Krehnke

Nr. 6a, Chauffeurshaus mit Garage, erbaut 1925 von Heinz Becherer – Baudenkmal

 

Nr. 7/Ecke Matterhornstraße, erbaut 1901/02 von der HAG für Dir. Hans Otto Beck, 1905: Villa Hedwig, später Müttererholungsheim der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung

Nr. 8, v. Krottnauersches Haus, erbaut 1899/1900 von der HAG, in den ersten Jahren Wohnsitz von Hugo v. Krottnaurer, heute Residenz der Botschaft von Kroatien – Baudenkmal

Nr. 2b, erbaut um 1900 als Sommerhaus für den Magistrats-Rat a.D. Arthur Marzahn – baulich verändert

 

Nr. 2a, erbaut um 1938 für den Reichsbahn-Amtsrat Otto Schelle

 

 

Waldsängerpfad

 

Die etwas über 300 m lange Straße führt von der Krottnaurerstraße zum Reifträgerweg. Den ursprünglichen Namen Dianastraße (nach der römischen Göttin der Jagd) erhielt sie um 1901. Im März 1939 wurde sie in Betazeile umbenannt, um dann am 31.7.1947 den heutigen Namen zu erhalten. Waldsänger sind eine etwa 100 Arten umfassende Familie bis meisengroßer insektenfressender Singvögel Amerikas, die unseren Laubsängern und Meisen ähneln. Diese Namensgebung ist für Schlachtensee nicht nachzuvollziehen.
Wie in den anderen Straßen von Schlachtensee-West festzustellen, lag der Schwerpunkt der Bebauung in den 1930er Jahren, die ersten drei Gebäude entstanden jedoch bereits nach Gründung der Kolonie kurz nach 1900.
Lindenbäume und Grobsteinpflaster auf dem Fahrdamm sowie Bernsteiner Mosaik auf den Bürgersteigen prägen auch diese, etwas versteckt liegende Wohnstraße mit dem Baudenkmal Haus Lewin (Nr. 3). Die aus den Anfängen der Kolonie stammende Westrumsche Villa (Nr. 2) wurde im Krieg zerstört, ansonsten gab es nur geringe Schäden. Abgerissen und neu bebaut wurde das Haus auf dem Grundstück Nr. 8. Die Mitte der 1960er Jahre begonnene Bautätigkeit ist noch nicht abgeschlossen.
 

Waldsängerpfad (Dianastraße) 3, Haus Lewin, erbaut 1929/30 von Peter Behrens für den Psychologen Prof. Dr. Kurt Lewin – Baudenkmal

Nr. 6, erbaut 1902/03 für den Kfm. Adolf Schmincke

Nr. 4, erbaut 1924/25 für den Kfm. H. Bittner (Charlottenburg)

 

Blick in den Waldsängerpfad auf die Häuser Nr. 17 (links, erbaut 1933, Eig. ab 1937 Admiral Wilhelm Canaris) und Nr. 15, erbaut 1938 für Reg.-Präs. i.R. Graf Theodor von Baudissin

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