Zehlendorf-West

 

 

 Lindenthaler Allee

 

Die von der Zehlendorf-West AG in ihrem südlichen Siedlungsgebiet angelegte Straße hieß bis 1936 Linden-Allee bzw. Lindenallee. Sie bildet die südliche Verlängerung der zur selben Zeit angelegten Grunewald-Allee und führte vom S-Bahnhof zur Potsdamer Chaussee. In den 1950er Jahren wurde sie über diese hinaus in die dort entstandenen Siedlungsgebiete hinaus verlängert.

Sie war eine der ersten Straßen, die in der NS-Zeit umbenannt wurde, und erhielt den Namen Theodor-Fritsch-Allee nach dem Publizisten und Verleger antisemitischer Schriften, für den auf dem mit Rhumeweg und Niklasstraße gebildeten kleinen Schmuckplatz vor der heutigen Seniorenwohnanlage (Rhumeweg 32) ein Denkmal errichtet wurde.

 

Blick von der Lindenthaler Allee auf die Wannseebahn-Brücke und den Bahnhof

von rechts: Lindenthaler Allee 3 und 5; links im Hintergrund Veronikasteig 2

Blick um 1910 auf die gegenüberliegende Straßenseite; von rechts: Nr. 34, 32 und 30

Nr. 3, Villa Hake, erbaut um 1906 von und für Wirkl. Geh. Oberbaurat Ernst Hake, baulich verändert

 

Nr. 4, Wohnhaus, 1910–11 von Carl Steiner/Bastian & Kabelitz – Baudenkmal

 

Nr. 5, Rohloffsches Haus, erbaut 1905/06 von Otto Knopf für Prof. Otto Rohloff, Dir. des Kgl. Kunstgewerbe-Museums – Baudenkmal

 

Nr. 6, erbaut 1910/11 für Paul Berckenkamp, Major a.D./Fabrikant

Nr. 8, erbaut  1910/11 von Max Werner für Justizrat Karl Fenner, Rechtsanwalt – Baudenkmal

Nr. 9, Doneckersches Haus, erbaut um 1906/07 für Rechnungs-Rat Adolf Donecker

Nr. 10, erbaut 1910/11 von Gustav Lanzendorf für Kfm. Alfred Heyderhoff – Baudenkmal

Nr. 11, v. Königsches Haus, erbaut um 1907/08 für die Frls. Agathe und Marie v. König

Nr. 12, erbaut 1910/11 von Eduard Liedtke für Dr. med. dent. Richard Schönwald – Baudenkmal

Nr. 14, Wohnhaus, erbaut 1909–10 von Bastian & Kabelitz für den Fabrikanten Georg Krausser – Baudenkmal

Nr. 15, Schaeffersches Haus, erbaut um 1906/07 für Senatspräs. Ernst Schaeffer

Nr. 17/19, erbaut um 1914/15 für Ida Schasse

Nr. 20, erbaut 1914/15 von und für Carl Bleckmann, Architekt

Nr. 24, erbaut 1908/09 für Apotheker Paul Gerste

Nr. 30, Landhaus Mosler, erbaut 1908/09 von Bastian & Kabelitz für Prof. Dr.-Ing. Hugo Mosler – Baudenkmal

Nr. 32, erbaut um 1908/09 für Dr. jur. Ernst Wolff, Rechtsanwalt und Notar

Nr. 34, erbaut um 1908/09 für Justizrat Dr. Arnold Reimer, Rechtsanwalt/Justizrat

Schmuckplatz, seit Herbst 2014 Hedwig-und-Georg-Flatow-Platz, am Wendehammer des Rhumeweg – in der NS-Zeit Standort des Denkmals für Theodor Fritsch

 

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