Wannsee-Dreieck das Wagnerviertel

 

Lohengrinstraße

 

Die Lohengrinstraße erstreckt sich von der Nibelungenstraße am Westufer des Nikolassees entlang bis zur Dreilindenstraße. Sie wurde von der HAG – wie die anderen Straßen im sog. Wannseedreieck – um 1900 angelegt. Die seeseitigen, gerade nummerierten Grundstücke werden vom Nymphenufer begrenzt, das mit der Lohengrinstraße durch den Nikolassteig (bis 1936 Eichenweg) verbunden ist.

Die Grundstücke am Ufer des Nikolassees gehörten wegen ihres relativ hohen Quadratmeterpreises und ihrer Größe zu den teuersten in Nikolassee. Als erste waren 1902 die heutigen Nr. 10/10a und 12/12a verkauft; zuerst gebaut wurde aber um 1906/07 auf den Grundstücken Nr. 15/17 und Nr. 30. Beide Häuser sind heute noch erhalten, während nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Villen abgerissen und die Grundstücke neu bebaut, z.T. auch geteilt wurden. Markant sind das Mietshaus Nr. 1/1a an der Ecke zur Nibelungenstraße und am anderen Ende der Straße (Nr. 26/34) die zahlreichen Gebäude des Kinder- und Jugendheims „Sancta Maria" mit dem dazu gehörenden Schulhaus Dreilindenstraße 28.

 

Nr. 1/1a, erbaut 1934/36 von Victor Bunikowski für Sattlermeister Carl Specowius

Nr. 13, erbaut um 1925 von und für Architekt/Baudirektor Alfred Schönburg

Nr. 15 (mit Grundstück Nr. 17), erbaut um 1907 von Rudolf Bislich für den Rentier Richard Bucher

Nr. 18a, erbaut um 1937 für Reg.-Baurat i.R. Hugo Dormann

 

Nr. 18, erbaut 1937 von Hans Heitmann für Margarethe Eißfeldt

 

Blick in den Nikolassteig, der von der Lohengrinstraße zum Nymphenufer am Nikolassee führt

Nr. 22, erbaut 1924 von Otto Firle für Dir. Dr. Walther Petz. Der Garten steht unter Denkmalschutz.

Nr. 28, Haus Soetbeer, erbaut 1907 von Hermann Muthesius für den Generalsekretär des Deutschen Handelstages, Dr. Heinrich Soetbeer, 1970 abgebrannt und neu bebaut

Nr. 30,  Villa Franck, erbaut 1906 von Fromme und Knothe für den Zahnarzt Willi Franck

Nr. 32, erbaut 1935/36 von Egon Eiermann für den Vertreter Kurt Dienstbach, heute von Sancta Maria genutzt – Baudenkmal

Der Tunnel unter der Stadtbahn über dem Nymphenufer. Auf dem Gelände zwischen Stadt- und Wannseebahndamm: ein Eldorado für Dauercamper. Das Projekt, hier einen großen Supermarkt zu errichten, wurde von den Nikolasseern abgelehnt.

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