Matterhornstraße

 

 

Der westliche Teil der heutigen Matterhornstraße ab der Kreuzung Spanische Allee/Ernst-Ring-Straße (bis 1940 Heimstättenplatz) bis zum heutigen Reifträgerweg (früher Augustastraße) wurde um 1900 von der HAG gebaut und Heimstättenstraße benannt. Am namenlosen Schmuckplatz Ecke heutige Palmzeile/Wasgenstraße traf sie auf die Waldemarstraße, die von der heutigen Lindenthaler Allee zur Spanischen Allee führte. Diese Straße wurde 1930 neu nummeriert. Im März 1939 wurde die Heimstättenstraße mit der Waldemarstraße zusammengefasst und in Schemmstraße (nach einem bayerischen NS-Anhänger) umbenannt. 1947 erhielt dieser Straßenzug seinen heutigen Namen.

 

von Spanische Allee bis Krottnaurerstraße

 

Von diesem Abschnitt der heutigen Matterhornstraße gehen folgende Straßen ab: Die Rolandstraße (vorher Paul-Krause-Straße, ab 1903 Hans-Roland-Straße, ab 1901/02 bebaut), die Krottnaurerstraße und von ihr der Waldsängerpfad (um 1900 Dianastraße, ab 1939 Betazeile, seit 1947 heutiger Name), in denen ab der Jahrhundertwende 1900 Häuser errichtet wurden..

 

Nr. 101 (früher Heimstättenstr. 20), erbaut von der HAG 1912/13 für die Musiklehrerin Alice Grädener, Mitbewohnerin Musiklehrerin Gertrud Kaulitz

Nach dem Krieg gab es hier mit „Feinkost Kloss“ eines der damals zahlreichen Lebensmittelgeschäfte in Nikolassee. Ab den 1960er Jahren „Restaurant an der Rehwiese" (Postkarte der 1970er Jahre), Anfang der 1990er Jahre „Kartoffelburg“, heute Wirtshaus an der Rehwiese.

Nr. 97 (Heimstättenstr. 18), erbaut 1916/17 für Kunsthandlung Alice Frank (Geschäft: Unter den Linden)

 

Nr. 104 (Heimstättenstr. 15), Haus Leo, erbaut 1900/01 von Johann Roesler/HAG für Martha Leo geb. Herbst, später Villa Babelsberg – Baudenkmal

 

Nr. 98 (Heimstättenstr. 11a) Ecke Krottnaurerstraße 10, erbaut um 1912/13 für den Schriftsteller Dr. phil. Carl Mühling – 2008 saniert

Nr. 95 (Heimstättenstr. 16), erbaut von der HAG 1900/01 für den Kunsttischler und Fachlehrer Hermann Schwartzenhauer

Nr. 89 (Heimstättenstr. 12, anfangs Krottnaurerstr. 12), Overhoffsches Haus, erbaut von der HAG 1901/02 für Ober-Ing. Julius Overhoff, 1968/69 abgerissen und mit Reihenhaus-Siedlung bebaut

     

Rolandstraße

Die rd. 200 m lange, mit der Weißen Rosskastanie bepflanzte Wohnstraße verläuft zwischen der Altvater- und der Matterhornstraße. Die Straße wurde um 1895 angelegt und 1900 von der HAG ausgebaut. Ihren Namen trägt sie ab 1903, vorher hieß sie Paul-Krause-Straße (siehe Bd. 1), mit der sie den Namen getauscht hat. Drei Häuser wurden in der Anfangszeit der Kolonie errichtet, die Mehrzahl gegen Ende der 1930er Jahre und die Häuser Nr. 11–15 nach dem Krieg.

Nr. 2 (bis 1903 Paul-Krause-Str. 2), Gersonsches Haus, erbaut von der HAG 1901/02 für Dr. med. Karl Gerson – 2008 saniert

Nr. 4 (bis 1903 Paul-Krause-Str. 4), erbaut von der HAG 1901/02 für den Reg.-Rat a.D. Dr. phil. Henry Voelcker. Eigentümer ab 1921 Fabrikbesitzer Julius Fromm.

Nr. 6 (bis 1903 Paul-Krause-Str. 6), erbaut 1902/03 von der HAG für die Rentiere Martha Gellert, in den 1960er Jahren von der Gagfah abgerissen und mit Reihenhäusern bebaut

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