Schlachtensee

 

Östliche Matterhornstraße

 

Wie schon im westlichen Teil Schlachtensees bildete die heutige Matterhornstraße (zwischen 1890 und 1939 Waldemarstraße, wahrscheinlich benannt nach Waldemar Wilhelm Ludwig Friedrich Viktor Heinrich (1889–1945), Sohn des Prinzen Heinrich und Neffe Kaiser Wilhelms II) die Hauptverkehrsachse im ältesten Teil der drei HAG-Villenkolonien. Der zwischen 1908 und 1950 so genannte, bereits bei Gründung der großzügig angelegte Waldemarplatz (heute Heinrich-Albertz-Platz) ist Straßenknotenpunkt und gleichzeitig Mittelpunkt der beiden Schlachtenseer Ortsteile, was durch den Bau der Johanneskirche auch optisch hervorgehoben wurde. Der daran anschließende östliche Teil der Waldemarstraße mit den sie bis zur heutigen Bergengruenstraße kreuzenden Seitenstraßen war die „Keimzelle“ der erfolgreichen Tätigkeit der Heimstätten-AG im Südwesten Berlins. Die Zehlendorf-West Terrain-AG wollte Anfang 1900 an diesem Erfolg teilhaben und erschloss das östlich an die Bergengruenstraße Gebiet.

 

Nr. 56, Holzhaus, anfangs Harald-Apotheke, erbaut um 1932 für Apotheker Ernst Muhsal

Nr. 54, früher Orensteinscher Platz, seit 1927 privater Wochenmarkt, und Restaurant (Nr. 52)

Nr. 46, erbaut um 1925 für den Ingenieur Theodor Wolf

Nr. 47/Eiderstedter Weg 1a, Mehrfamilienhaus, erbaut um 1913/14 für Hedwig Nicolai

„Moderne“ in Schlachtensee: die Gebäude Nr. 48 (Abriss geplant) und 44 (Vorgängerbau im Krieg zerstört, dann Reitplatz)

Nr. 37/39, Johanneskirche und Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde Schlachtensee, Wahrzeichen beider Teile Schlachtensees, erbaut 1910/12 von Regierungsbaumeister Georg Büttner – Baudenkmal (obige Ansichten um 1920)

Nr. 42 (früher Waldemarstr. 59), Wohnhaus, erbaut 1921/22 von und für Architekt Paul Zimmerreimer – Baudenkmal

Nr. 40 (Waldemarstr. 57), Wohnhaus, erbaut 1921/22 von Paul Zimmerreimer für Kunsthändler Rudolf Bottenwieser – Baudenkmal

Nr. 38 (Waldemarstr. 55), Wohnhaus, erbaut 1921/22 von Paul Zimmerreimer für den Kfm. Louis Mendel  – Baudenkmal

Nr. 36 (Waldemarstr. 53), erbaut vor 1897 für Kunsthändler Willy Waldecker-Im-Hof (Schlachtensee-Ost)

Nr. 32 Ecke Ahrenshooper Zeile (Waldemarstr. 49, erbaut 1894/95 von Fritz Schirmer/HAG, Erstbesitzer Bildhauer Wilhelm Fütterer (Schlachtensee-Ost)

Nr. 28 (Waldemarstr. 45), erbaut um 1896 von der HAG, Erstbesitzer Kfm. Wilhelm Kuse (Schlachtensee-Ost)

   
 

Nr. 26 (Waldemarstr. 43)/Bergengruenstr. 23a, Mehrfamilienhaus, erbaut 1906/07 von Otto Knopf, Eigentümer Bruno Bock, Geh. Rechnungs-Rat (Schlachtensee-Ost)

 

 

   
  Schmuckplatz an der Einmündung des Elvirasteigs in die Matterhornstraße  

 

Ab hier in östlicher Richtung das Gelände der Zehlendorf-West Terrain-AG

 

Nr. 14 (vor 1939 Waldemarstr. 5a), erbaut um 1932 für Otto Lehmann, Fabrikbes./Kfm.

Nr. 12 (Waldemarstr. 5/7), erbaut um 1924 für Fabrikbes. August Wagener

Nr. 9 (Waldemarstr. 8), Wohnhaus, erbaut 1905/06 von Erdmann & Spindler für Bankdirektor Oscar Zuckschwerdt

 

Nr. 5 (Waldemarstr. 6), Wohnhaus, erbaut 1905/06 von Otto Kuhlmann für den Kgl. Regierungsrat Dr. jur. Hermann Rasch – Baudenkmal

 

Nr. 3 (bis 1939 Nr. 4), erbaut um 1936 für Gerlach Hemmerich, Generalleutnant

 

Nr. 1 (Waldemarstr. 2–4) Ecke Dubrowstraße, Wohnhaus, erbaut 1922/24 von Franz Behrmann für Fabrikbesitzer Hugo Dietrich – Baudenkmal; links Front zur Matterhornstraße, rechts Eingang an der Kreuzung mit der Dubrowstraße (nach 1925)

 
 

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