Zehlendorf-West

 

 

Mexikoplatz

 

Der Anfang 1900 angelegte großzügige, bis 1959 namenlose Platz war in seinem Grundkonzept kreisförmig um beide Seiten der Wannseebahn angelegt und erfüllt für den Verkehr eine wichtige Verteilerfunktion. Die repäsentative Randbebauung erfolgte jedoch nur auf dem nördlichen Kreisabschnitt mit den Straßen Am Schlachtensee–Limastraße–Argentinische Allee–Beeren- und Bülowstraße. Am 23. September 1959 erhielten dieser Abschnitt und einige anliegende Gebäude den Namen „Mexikoplatz“. 1985/87 wurde die einst von Emil Schubert konzipierte Grünanlage rekonstruiert; sie ist als Gartendenkmal ausgewiesen.

Während also die nördliche Platzhälfte wieder im ursprünglichen, repräsentativem Glanz erstrahlt, hat der südliche Abschnitt um die Lindenthaler Allee seinen anfangs durch Grünanlagen geprägten Platzcharakter weitgehend verloren und ist heute eine belebte Schnittstelle von Straßen.

 

Der bis 1959 noch unbenannte Mexikoplatz – Randbebauung Baudenkmal/Ensemble, erbaut von Otto Kuhlmann:

Vier Ansichten um 1912

von links: Am Schlachtensee 2/Limastr. 2 und Nr. 1

von links: Limastaße 2, Nr. 1 und Argentinische Allee 2, erbaut zwischen 1907 und 1909

von links: Argentinische Allee 1/Mexikoplatz 4/Beerenstraße 57

von links: Mexikoplatz 4/Beerenstraße 57 (Ansicht um 1907), noch ohne links anschließende Bebauung

 

um 1925

um 1930

Blick auf den nördlichen Platzabschnitt; rechts Haus Beerenstraße 66/Bülowstraße 1, erbaut 1907/08 von Otto Kuhlmann, und Bahnhof (Ansicht um 1912)

Südliches Platzsegment um 1925 mit Einmündung der Matterhornstraße in die Lindenthaler Allee

Das denkmalgeschützt Bahnhofsgebäude nach Inbetriebnahme 1904 – seit Mitte 2001 in Privatbesitz

Gewächshaus-Aufgang zum Bahnsteig

Im Oval an der Bahngebäudemauer (durch Putz zugeschmiert): der einstige Bahnhofsname „Zehlendorf-Beerenstraße“ bzw. „Zehlendorf-West“

Der denkmalgeschützte Jugendstil-S-Bahnhof „Mexikoplatz“ ist für viele Bürger von Schlachtensee-Ost und dem angrenzenden Zehlendorf-West das „Tor zur Welt“. Erbaut von Fr. Schirmer nach dem Plänen der Architekten Gustav Hart und Alfred Lesser, wurde er im November 1904 mit dem Namen „Zehlendorf-Beerenstraße“ eröffnet und im Dezember 1911 in „Zehlendorf-West“ umbenannt. 1958 wurde der Wasserturm abgerissen, im September desselben Jahres erfolgte die dritte Umbenennung in „Lindenthaler Allee“; im März 1987 erhielt er dann seinen heutigen Namen.

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