Der Nikolassee

 

 

 

Der westlichste, rd. 6 Hektar große See der 16 km langen Grunewald-Seenkette, mit der er einst durch einen Zufluss über die Rehwiese verbunden war, befindet sich am Autobahnkreuz Zehlendorf. Benannt wurde er nach dem heiligen Nikolaus, Bischof von Myra. Um 1860 hatte Zimmermeister Eichelkraut eine Sägemühle am See. Über einen künstlich geschaffenen Graben konnte er vom Wannsee aus Baumstämme zu seiner Sägemühle transportieren. 1871 wurde beim Bau der Wetzlarer Eisenbahn eine Brücke über diesen Graben gebaut. Erst als die Charlottenburger Wasserwerke (denen der See seit Ende des 19. Jahrhunderts gehört) 1888 das Werk Beelitzhof errichteten, musste Eichelkraut weichen. Infolge der Trinkwasserförderung kam es nach 1910 zur Grundwasserabsenkung, wodurch der Nikolassee teilweise den Charakter eines Flachmoores bekam. Ab ca. 1915 wurde er mit Grundwasser aus dem benachbarten Pumpwerk gespeist, danach mit Oberflächenwasser aus der Havel. Im Winter bietet er nach wie vor die Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen und im Sommer eine ruhige Bademöglichkeit für Eingeweihte.

 

Blick auf den Nikolassee um 1902 von der Alemannenstraße, die damals in die Libellenstraße einmündete.

Die Schneidemühle (Sägewerk) des Herrn Eichelkraut stand am Nymphenufer in der Nähe des heutigen Pumpwerkes. Die Kuppel der Rosenburg (im Hintergrund) ist noch nicht fertig gestellt (um 1903).

Damm der Wetzlarer Bahn am Nordufer um 1906

Aus der sandigen Seeuferstraße wurde die befestigte Alemannenstraße.

Ansicht 1904 (viel Wasser mit Strand)

1908, der See beginnt zu verlanden

Rekonstruktionsarbeiten ab 1910

 

Um 1911 – das Seebett ist neu geschüttet. Rechts neben der Rosenburg die Häuser Pr.-Fr.-Leopold-Str. 40 und 44, links Libellenstraße 15

Haus Soetbeer am Westufer des Nikolassees in der Lohengrinstr. 28 im Jahr 1912. Dieses von Muthesius errichtete Landhaus wurde 1970 durch einen Brand vernichtet.

Um 1914, als die Rehwiese wieder den See umschloss

Blick von der Libellenstraße um 1914

Blick von der Alemannenstraße um 1914

Rechts auf den beiden oberen Bildern Villa Schröer und rechts daneben das abgerissene Haus Meidinger (bei Klick in den Rahmen größere Ansicht), auf dessen Grundstück heute Reihenhäuser stehen (Stichweg Libellenstraße), auf der linken Ansicht links Haus Hausding, Libellenstraße 6.

... und unten ruht der See – Pergola am Haus Alemannenstr. 20; links im Hintergrund Haus Soetbeer (Ansicht 1920er Jahre)

 

um 1940

 

Ansicht 1950

 

Luftbild von heute

 

 

Die Sage vom Nikolassee

 

 

Heutiger Blick vom Tunnelausgang unter

der Autobahn (Ende der Pr.-Fr.-Leopold-Straße)

 

Winter 2009

 

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