Normannenstraße

Mit leichtem Schwung führt die von Linden gesäumte Normannenstraße vom Hohenzollernplatz abwärts zur Rehwiese, wo sie deren nördlichen und mittleren Bereich trennt. Die ruhige Wohnstraße wurde überwiegend in den Jahren 1905–1907 bebaut, 1912 standen bereits auf sieben von 15 Grundstücken die heute noch vorhandenen Villen. In der Normannenstraße 1 residierten anfangs die HAG und die Gemeindeverwaltung im linken Flügel des HAG-Geschäftshauses am Hohenzollernplatz 3/4. Das Mietshaus Nr. 4 entstand 1934/35, weitere Wohnhäuser wurden in den 1930er Jahren zum Teil auf neu aufgeteilten Grundstücken gebaut. In den 1950er Jahren gab es im Haus Nr. 10 den Feinkostladen Domke, gegenüber in Nr. 7 konnte Blockeis gekauft werden. Das frühere HAG-Kutscherhaus, Nr. 1a, war ab den 1960er Jahren bis 2001 als „Gamba-Stuben" ein beliebtes Bierlokal; hier konnte man, im Sommer auch im Garten, in ruhiger Atmosphäre einen gemütlichen Abend verleben.

 

     

Nr. 2, Haus Harrwitz (Gartenansicht), erbaut 1906/07 von Fritz Schirmer für die Buchhändler Maximilian & Friedrich Harrwitz

Nr. 3, Haus Weitz, erbaut 1905/06 von Oskar Otto Müller für den Chemiker Dir. Dr. phil. Max Weitz 

Nr. 4, erbaut um 1934/35 für Ing. Walter Nallinger

Nr. 5, erbaut 1907/08 von Albert Teutsch für den Rentier Ludwig Weber

Nr. 6, Villa Marie, erbaut 1905/07 von R. Guthmann Nachfolger für den Geh. Reg.-Rat a.D. Gustav Koehler

Nr. 7, Villa Rheingold/Haus Herzfeld, erbaut 1902/03 von H. Lange/HAG für den Vertreter Dr. Ernst Herzfeld

Nr. 8, erbaut um 1936 für Karl A. Götz, Ob.-Ing. (Hartmann & Braun AG)

 

Nr. 9, erbaut um 1933/34 für Hildegard und Robert Till, Realgymnasiallehrer/Ob.-Lehrer

Nr. 12 (Grundstück ab Nr. 8), Villa Luttermöller, erbaut von 1901/03 P. Pohl/HAG, umgebaut und erweitert 1911/12 durch Bastian & Kabelitz für Dir. Dr. Gustav Luttermöller, Oberingenieur und Direktor der Orenstein & Koppel AG (Drewitz/Babelsberg, vorher Schlachtensee)

Nr. 11, erbaut 1905 von der HAG für den Chemiker Dr. Johannes Sartig

Nr. 13, erbaut Ende der 1950er Jahre für Käthe und Kfm. Johann Wölfle – 2010 abgerissen und Neubau

Nr. 18, erbaut 2004 von Ian Weisse; rechts daneben Haus „Linden-Eck", An der Rehwiese 11

Seitenansicht der Villa Henneberg, An der Rehwiese 12,

von der Normannenstraße

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