Berichtigungen und Zuschriften zu

Schlachtensee – Häuser und Bewohner der Villenkolonien

 

Im Schlusssatz des Buches bat der Herausgeber um Richtigstellungen und Ergänzungen. Hier Berichtigungen aus eingegangenen Zuschriften:

S. 30, 2. Absatz: Emil Bernsdorff wohnte in der Potsdamer Chaussee 21a (s. dort).

S. 103: Die Häuser Bergengruenstr. 48 und 48a blieben von den Bomben verschont und stehen noch heute. 

S. 189, letzter Absatz: Else Reimer, die Witwe des Dr. Arnold Reimer (Nr. 34), war eine Schwester von Dr. Ernst Wolff. In demselben Haushalt lebte 1939 ihre Schwester Margarethe Wolff (Bundesarchiv: Wulff) …;

S. 163, Bild linke Spalte unten zeigt das Haus Dubrowplatz 3

S. 190, linke Seite, dritter Satz: Beide arbeiteten sie in den 1930ern als bekannte Juristen in Berlin, Ernst in der …

S. 229, Nr. 47: erbaut 1896/97

S. 244, 1. Zeile: 1904–1997;

S. 245, 2. Absatz, Zeile 4: … und arbeitete von  London aus am US Strategic Bombing Service mit, …;

S. 246 unten, Zeile 13: … Tochter des Adolf Gradenwitz …

S. 246 (im Anhang fälschlich S. 245): Es gab zwei Architekten mit Namen Arthur Berger; der in Schlachtensee lebende war nicht für Filmarchitektur, sondern für Neues Bauen im Berlin der 1920er Jahre bekannt.

S. 300: Palmzeile (Johann Philipp Palm, 1766–1806, ...

 

 

Rezension

Schlachtensee ist kein eigenständiger Ortsteil, sondern eine Ortslage südlich des gleichnamigen Sees. Das vorliegende Buch ist das dritte über die von der Heimstätten-AG und der Zehlendorf-West Terrain-AG Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Villenkolonien. 2008 erschien das Buch über Nikolassee und 2010 das - zu Nikolassee gehörende - Schlachtensee-West. Der dritte Band beschreibt nunmehr die Straßen mit ihren Häusern und Bewohnern zwischen Breisgauer Straße und Lindenthaler Allee sowie den Bereich nördlich der S-Bahn zwischen Bahnhof Schlachtensee und Elvirasteig. Wir erfahren etwas über die Terraingesellschaften, das Scheitern der am Schlachtensee 1902 gegründeten sozialreformerisch motivierten „Neuen Gemeinschaft“ und über die Zeit bis 1945. Anschließend werden auf mehr als 200 Seiten die Straßen mit ihren Baulichkeiten, den Eigentümern und Bewohnern bis 1943 (letztes Berliner Adressbuch vor Kriegsende) vorgestellt.

Zwischen 1926 und 1930 entstanden die von den Architekten Paul Mebes und Paul Emmerich entworfenen Siedlungen Heidehof und Ilsensteinweg/Niklasstraße (Bauherr Beamten-Wohnungsverein Neukölln). Am Ende der intensiven Ortserkundung folgt ein Kapitel über die zahlreichen früheren Ausflugsrestaurants am Schlachtensee und der Krummen Lanke. Das Ganze ist mit 532 historischen und aktuellen Abbildungen und 30 Karten sehr anschaulich. Etwa 400 in den Text eingestreute, durch Rahmung hervorgehobene biografische Anmerkungen, informieren über prominentere Bewohner bis 1945. Dabei kann es nicht ausbleiben, dass bei der Recherche auch Irrtümer aufkommen. Der Architekt Arthur Berger, Mitglied unseres Vereins seit 1909 und Eigentümer des Hauses Terrassenstraße 10, wird verwechselt mit dem jüdischen österreichischen Architekten gleichen Namens. Der Berliner Arthur Berger wurde bis 1945 als Vereinsmitglied geführt. Unser begütertes Vereinsmitglied Otto Weber stiftete der evangelischen Kirche das Gelände an der Matterhornstraße 37-39 zum Bau der Johanneskirche.

Vorbildlich im Anhang die Auflistung der Baudenkmäler, die alphabetische Angabe der Baumeister und Architekten, der Namensindex biografischer Anmerkungen und die Liste der Straßenumbenennungen. Wie auch bei den vorherigen Bänden hat unser Mitglied Hans H. Lembke bei der Entstehung dieses profunden Stadtteilführers wesentlich mitgewirkt.

Martin Mende in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 4/2012

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