Schlachtensee-West

 

„Schlachtensee-West“, dem die nachfolgenden Seiten gewidmet sind, wurde ab 1897 von der Heimstätten-AG, also rd. 3 Jahre später als Schlachtensee-Ost, erschlossen und umfasste ursprünglich nur einen Teil des Gebietes westlich der heutigen Breisgauer Straße (siehe in der Übersichtskarte von 1906 grün unterlegtes Areal). Laut Kaufvertrag wurde das Gebiet Zehlendorf zugeordnet und nicht der vier Jahre später gegründeten selbständigen Gemeinde Nikolassee. Seit 1929 wurden jedoch die Straßen westlich der heutigen Breisgauer Straße in den Berliner Adressbüchern als zu Nikolassee gehörig aufgeführt; mit dem zum 1.4.1938 in Kraft getretenen „Nachtrag zur Hauptsatzung der Reichshauptstadt Berlin“ wurden sie dann endgültig in den Ortsteil Nikolassee „eingemeindet“. Seither bildet der Straßenzug Breisgauer Straße/Spanische Allee die „Grenze“ zu Schlachtensee-Ost und damit zum Ortsteil Zehlendorf, die Fahrbahnen gehören noch zu Nikolassee. Hauptachse in Schlachtensee-West war die Heimstättenstraße, die 1947 mit dem größten Teil der früheren Waldemarstraße (Haupterschließungsachse in Schlachtensee-Ost) in Matterhornstraße umbenannt wurde.

Bemerkenswert ist, dass in Schlachtensee-West die Straßen ursprünglich weibliche Vornamen trugen, ganz im Gegensatz zum ab 1894 angelegten Schlachtensee-Ost, wo männliche Vornamen des Hauses Hohenzollern und Namen von preußischen Generalen die Regel waren.

Die im Berliner Adressbuch erstmals 1897 aufgeführten ersten Bewohner der Kolonie sind im Anhang aufgeführt.

 

Kartenausschnitt Schlachtensee-West 1926

 

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