Schulen in Nikolassee

 

Der Zehlendorfer Ortsteil Nikolassee ist seit Jahrzehnten Heimat von vier öffentlichen Schulen: der Johannes-Tews- und der Dreilinden-Grundschule sowie den Gymnasien Werner von Siemens und Dreilinden. Zum Schuljahresbeginn 1999/2000 kam dann der Neubau der Grundschule Am Rohrgarten hinzu.

 

Privatschule der Heimstätten-AG am Westufer des Schlachtensees (später baulich verändert), Seestr. 2 (heute Am Schlachtensee 136)

 

Lehweß-Schule,

 von-Luck-Str. 24, im Jahr 1909

 

und nach der Erweiterung ab 1925

(heute befindet sich hier ein 

deutsch-amerikanischer Kindergarten)

 

1895 gründete die Heimstätten-AG in der Friedrich-Wilhelm-Str. (heute Ahrenshooper Zeile) 16 die erste Privatschule für die kleineren Schüler, die 1907 in das obige Gebäude in der Seestraße umzogen. Bereits im Januar 1909 erfolgte die Übersiedlung in die Von-Luck-Str. 24 in die nach ihrer Leiterin so genannte Lehweß-Schule (Architekt: Ediths Zwillingsbruder Walter Lehweß). Aus dieser entwickelte sich eine Mädchenschule, die dem Zehlendorfer Lyceum (heute Droste-Hülshoff-Schule) zugeordnet wurde. Wesentliche Um- und Anbauten erfolgten 1925. 1941 wurde die Schule vom Staat erworben und erhielt den Namen „Schule am Föhrenwald“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in „Malwida-von-Meysenbug-Schule“ umbenannt. Dieses Gymnasium zog 1964 in das Schulgebäude der ehem. Tewsschule in der Beskidenstraße um; am 26. Mai 1967 erfolgte die Umbenennung in Werner-von-Siemens-Oberschule. Durch Anbauten und Pavillons wurde in den folgenden Jahren versucht, dem wachsenden Raumbedarf der Schule Rechnung zu tragen, die heute die mit 1100 größte Schülerzahl aller Oberschulen in Zehlendorf hat.

 

Edith Lehweß

1875–1952

 

 

Die Johannes-Tews-Grundschule blickte 2002 auf ein 75jähriges Bestehen ihres Schulgebäudes zurück. 

Die „Schlachtenseer Schule“ im Zehlendorfer Ortsteil Nikolassee (Schlachtensee ist kein Ortsteil, sondern Teil von Zehlendorf) wurde als „3. Volksschule (Westschule)“ am 24. Oktober 1927 eingeweiht. Nach 1945 wurde sie, wie die Dreilindenschule, zur Einheitsschule und 1951 in einen Grundschul- und einen Oberschulzweig (Praktischer Zweig/Hauptschule) geteilt. In einen bereits 1939 begonnenen Anbau zog 1952 die neu gegründete Tewsschule. Nach Schließung der Hauptschule bestanden also in den Gebäudekomplex zwei Grundschulen, die 1964 vereinigt wurden. Seit 1970 trägt die Schule ihren heutigen Namen. Auf einem Parkplatz des benachbarten Studentendorfes entstand 1992 eine Filiale, wodurch die in der ehemaligen Lehweß-Schule genutzten Räume in der Folgezeit aufgegeben werden konnten.

 

Das Dreilinden-Gymnasium in der Dreilindenstr. 49 wurde im April 1939 als Oberschule für Jungen eröffnet. Architekt war Otto Kuhlmann. Ihr wurde am 1.9.1948 eine Grundschule angegliedert, die zunächst die Klassen 1–5 umfasste. In der Dreilindenschule gab es jahrelang drei Schulformen unter einem Dach: OWZ/Gymnasium, OTZ/Realschule (von 1951/52 bis 1963/64) und die Grundschule (selbstständig ab 1978/79). Das bedeutete für die Schüler, dass sie ihre gesamte Schulzeit am selben Ort mit Lehrern, die sie „irgendwie“ bereits kannten, und mit den vertrauten Klassenkameraden verbringen konnten. 

Mit steigenden Schülerzahlen war im Interesse von Grund- und Oberschule ein eigenes Haus für die Grundschule dringend notwendig geworden.  Der 1969 errichtete so genannte Sternbau reichte aber schon bald nicht mehr aus. Im Sommer 1973 musste deshalb eine Filiale im ehemaligen Rathaus Nikolassee eingerichtet werden, das durch den Auszug der Pestalozzi-Schule in ihren Neubau am Hartmannsweilerweg freigeworden war.

Mit dem Einzug in den Neubau im Jahr 1990 erfolgte dann die endgültige räumliche Trennung von Dreilinden-Gymnasium und Dreilinden-Grundschule.

 

 

Schrift zur Einweihung 1990 des neuen Grundschulgebäudes in der Dreilindenstr. 65

 

>