Schlachtensee

 

Der Seeschlag: Terrassenstraße

 

Die vor 1900 angelegte Straße verläuft terrassenförmig am Seeufer und verband ursprünglich den heutigen Schlickweg mit dem Elvirasteig. Die ersten Häuser entstanden ebenfalls in dieser Zeit. In der NS-Zeit erfolgte die Umbenennung in Donnhäuserstraße [Peter Donnhäuser, 1900–1933, Lehrer, wurde wegen seiner nationalsozialistischen Betätigung seines Amtes enthoben, wurde 1933 zu 2 Jahren schweren Kerkers verurteilt und „erlitt in der Nacht vom 23./24.4.1933 den Opfertod für die nationalsozialistische Idee und für die deutsche Heimat."]. In diese Zeit fällt auch der Ausbau der Straße über das Gelände des ehemaligen „Vegetarianerheims“ nach Westen im Bogen bis zur Straße Am Schlachtensee bei gleichzeitiger Bebauung dieses sowie des östlichen Abschnitts bis zum Elvirasteig mit meist Einfamilienhäusern. Bis heute gilt die ruhige Wohnstraße, die nach dem Krieg als einzige im Siedlungsgebiet ihren alten Namen zurück erhielt, als eine der ersten Adressen im westlichen Zehlendorf.
 

Blick von der Straße Am Schlachtensee in den westlichen (neueren) Teil der Terrassenstraße

Nr. 16 (früher 17), Landhaus Kuczynski, erbaut 1913/14 für Dr. Robert René Kuczynski, mit Gartenhaus (erb. 1919/20) von Hermann Muthesius – Baudenkmal/Teil des Denkmalensembles

Hier verbrachte der Historiker Jürgen Kuczynski (1904–1997) seine Jugend. Dessen Familiengeschichte erschließt sich über  gradenwitz-kuczynski.de

Nr. 20 (früher 13/15), Wohnhaus, erbaut 1923/24 von Ernst Schneckenberg für Fabrikant Carl Niemann – Teil des Denkmalensembles

Nr. 22, Wohnhaus, erbaut 1938/39 von Friedrich Blume für Landger.-Rat Alois Lentz – Teil des Denkmalensembles

Nr. 24 (früher 9/11), Wohnhaus, erbaut 1901/02 von Johann Roesler/HAG für den Kfm. Hugo Kneidel – Teil des Denkmalensembles

Nr. 26/28 (früher 3/5), Landhaus Schmidt, erbaut 1901 für den Kfm. Johann Schmidt (Charlottenburg) – Baudenkmal/Denkmalensemble

Nr. 27 (früher Längs des Sees 6, dann Terrassenstr. 2) Ecke Schlickweg, Hornemann’sches Haus, erbaut um 1896 für Rentier Ferdinand Hornemann

Nr. 25 (früher Längs des Sees 4 bzw. Terrassenstr. 4), Kleinert’sches Haus, erbaut 1895 für den Gastwirt (Leipziger Platz) Karl Kleinert – das älteste Haus im „Seeviertel“ (baulich verändert)

Ansichtskarte um 1910. Links voll sichtbar Haus Nr. 25, rechts Turm des einstigen „Vegetarianerheims“

 

Blick vom Schlachtensee-Ufer auf das Baudenkmal-Ensemble Terrassenstraße (von links) 20, 22, 24 und (verdeckt) 26/28

     

Treppe zwischen den Häusern 30 und 32 zum Schlachtensee

Blick auf das Nordufer und die Alte Fischerhütte

Blick von der Terrassenstraße in den Flachsweg

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