Von-Luck-Straße

Die Von-Luck-Straße wurde von der HAG um 1901 angelegt und durchquert das Siedlungsgebiet östlich der Rehwiese in Nord-Süd-Richtung. Sie beginnt an der Spanischen Allee und endet an der Potsdamer Chaussee. Besiedelt wurde zuerst der Teil nördlich der Schopenhauerstraße, der südliche Abschnitt außerhalb des HAG-Kerngebiets durch die so genannte Zehlendorfer Heide bis zur Potsdamer Chaussee folgte in den 1930er Jahren.

Die ursprüngliche Bebauung ist heute fast komplett erhalten. Ausnahmen sind an der Ecke Spanische Allee/Gerkrathstraße „Der Haidehof" der HAG (im Zweiten Weltkrieg zerstört, heute Reihenhaus Nr. 2a, s. Gerkrathstraße 1) und die ebenfalls von der HAG errichtete Villa Nr. 4 (in den 1980er Jahren abgerissen). Die ältesten heute noch vorhandenen Häuser sind die Villen Nr. 2, 8, 11, 15, 16 und 18, die um 1904/05 gebaut wurden. Das bekannteste Gebäude ist die 1908/09 entstandene „Lehweß-Schule" (Nr. 24). Zwei Neubauten entstanden um 1960 auf geteilten Grundstücken (Nr. 9 und 12). Wegen der zunehmenden Nutzung als „Schleichweg" von der Autobahn zur Potsdamer Chaussee wurde in den 1960er Jahren das Kopfsteinpflaster mit Asphalt übergossen. Der Durchgangsverkehr hinterließ darauf deutliche Spuren, hat sich jedoch seit den 1990er Jahren verlagert, so dass die Von-Luck-Straße mit ihrem noch recht jungen Lindenbestand heute wieder eine ruhige Wohnstraße ist.

 

Nr. 2, Villa Herrmann, erbaut um 1904 von der HAG für den Kfm. Paul Herrmann (Ansicht um 1935)

Nr. 4, Villa Fischer, erbaut 1905/06 von der HAG für Patentanwalt Dr. Ludwig Fischer, abgerissen und neu bebaut

Nr. 5, erbaut um 1908 für den Rentier Carl Lohmann

 

Nr. 7, Villa Piffko, erbaut 1905/06 von der HAG für den Kaufmann Felix Piffko

Nr. 8 (mit Grundstück Nr. 6), Villa Freier, erbaut von der HAG 1904/05 für Werner von Freier, Kgl. Landforstmeister

Nr. 10, Villa Hartmann, erbaut von Gustav Haase (Architekt Louis Wagner) 1906/07 für den Kfm. Carl Hartmann

Nr. 11, Villa Seydel, erbaut 1904 von der HAG für Major a.D. Hermann Seydel

Nr. 13, Haus Waldschmidt, erbaut 1907/08 von Julius Knüpfer für Dr. med. Julius Waldschmidt

Nr. 14, Haus Karsten, erbaut 1911 von der HAG für Patentanwalt Dr. Walter Karsten

Nr. 15, erbaut 1905/06 von der HAG für den Kfm. Willy Praetorius, 2012 modernisiert und ausgebaut

Nr. 16, Villa Rockholz, erbaut 1904/05 von Robert Kleinau/HAG für Fortbildungsschullehrer Wilhelm Rockholz

Nr. 17, erbaut um 1929 für Dr. med. Franz Landgraf

 

Nr. 18/Ecke Lückhoffstraße, Villa Blume, erbaut 1908/09 von der HAG für General Wilhelm von Blume

Nr. 19, erbaut 1909 für Prof. Dr. med. Emil Richter (2006 baulich verändert)

Nr. 22, Haus Lehweß, erbaut 1908/09 von Walter Lehweß

Nr. 24, die Lehweßsche Privatschule (erb. 1909), von Edith Lehweß gegründet und geleitet. Ihr Zwillingsbruder Walter war der Architekt der Häuser Nr. 22 und Nr. 24 sowie des ev. Gemeindehauses.

Nr. 30, erbaut 1913/14 von Walter Hackbarth für den Amtsgerichts-Sekretär Paul Gadski

 

Nr. 32/34, erbaut 1931/32 durch die Deutsche Reichspost als Postamt und Wohnhaus

 

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