Wannsee-Dreieck – das Wagnerviertel

 

Waltharistraße

 

Die mit alten Linden bepflanzte Waltharistraße wurde von der HAG zusammen mit den anderen Straßen des Wannseedreiecks in Südwest-Nordost-Richtung zwischen der Dreilindenstraße und der Lohengrinstraße angelegt. Bemerkenswert sind die hohen Blutbuchen auf einigen Grundstücken.

Bis 1908 wurden acht Parzellen bebaut, darunter 1901 die Nr. 8 mit der ersten Villa im Wannseedreieck. Im Zweiten Weltkrieg wurden nach der Schadensaufnahme vom Herbst 1945 die Häuser im nordöstlichen Bereich der Straße besonders in Mitleidenschaft gezogen. Schwer bzw. total zerstört waren die Häuser auf den Grundstücken Nr. 15, 17, 19, 26, 28, 30 und 32. Den Zweiten Weltkrieg bzw. Abriss in der Nachkriegszeit (Nr. 2, 5, 7, 16, 24) haben von den Anfangsbauten die Häuser Nr. 8, 10 und 12 sowie Nr. 20, 22 und 34 überstanden. Auch das Kopfsteinpflaster macht den Eindruck, als ob es aus der Entstehungszeit des Viertels stammt, verhindert aber ein zu schnelles Fahren in der Tempo-30-Zone.

 

Nr. 2–4, Villa Humperdick, erbaut um 1912 von Otto Sior für den Komponisten Dr. Engelbert Humperdinck – abgerissen und neu bebaut

Nr. 5, das von Oscar Gregorovius/HAG/Arthur Striowsky 1906 gebaute „Rosenhäuschen" für den Rentier Paul Bretschneider – abgerissen und neu bebaut

Nr. 6, erbaut 1926 für den Kaufmann Werner Krumhoff

Nr. 8, Villa Lückhoff, das älteste Haus im Wagnerviertel, erbaut 1901 von der HAG für ihren Direktor Louis Lückhoff – Baudenkmal

Nr. 10 (mit dem Baumdenkmal Rotbuche), von der HAG erbaut 1904/05 für den Eigentümer Geh. Hofrat Albert Bauer, Wilmersdorf, dem auch Nr. 12 und das Grundstück Nr. 14 gehörten

Nr. 11/11a/11b, Dreifamilienhaus, erbaut 1911/12 von der Terrainverwertung Nikolassee GmbH (Klohn & Smigula), Lichterfelde (auch Grundstück Nr. 20)

Nr. 12, erbaut 1904/05 für den Geh. Hofrat Albert Bauer

Nr. 14 (einst mit Tennisplatz), erbaut  1921/22 von Baurat Willy Hoffmann

Nr. 15, erbaut 1904/05 für den Oberlehrer Dr. phil. Karl Schauer, zerstört und neu bebaut

Nr. 16, Haus Eicheneck, erbaut 1904/05 von Anton Huber/HAG  für Julius von Hornstein, abgerissen und neu bebaut (jetzt Tristanstr. 2b–e)

Nr. 18, erbaut 1911/12 für den Lehrer Georg Porepp

Nr. 19, von der HAG 1912/13 für den Patentanwalt Gustav Lemke errichtet – zerstört und neu bebaut

Nr. 20, Mietshaus, erbaut 1911/12 von der Terrainverwertung Nikolassee, Klohn & Smigula

Nr. 22, Villa Oberländer, erbaut 1904/05 von der HAG für den Kfm. Carl Oberländer

Nr. 23, erbaut um 1928 für Ing. Fritz Eller

 

Nr. 34, Villa Olga, erbaut 1905/06 für den Rentier Hermann Panther

 

Nr. 36, erbaut 1922/23 von Baurat Willy Hoffmann für den Sattlermeister Carl Specowius

 

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