Schlachtensee-West

 

nördliche Wasgenstraße

 

Die um 1901 angelegte Wasgenstraße hieß bis 1915 Nordsternstraße nach der gleichnamigen Versicherungsgruppe, die den Hausbesitzern durch günstige Versicherungen half, ihr Grundeigentum zu finanzieren. Generaldirektor war das HAG-Gründungsmitglied Franz Eduard Albert Gerkrath. Die Nordsternstraße bildete einst die östliche Grenze der Villenkolonie Schlachtensee-West. Die ersten Häuser wurden 1914 bezogen.

Link zur Wasgenstraße südlich der Spanischen Allee.

 

Nr. 4, Vorgängerbau erbaut 1913/14 für den Hofdruckereibesitzer, später Verlagsbesitzer Dr. Hans Wedekind – im Weltkrieg zerstört

Nr. 7, erbaut 1928/29 von der Märkischen Elektrizitäts-AG für Direktor Hermann Henney („Henneysches Haus“) – Baudenkmal

Nr. 6, erbaut um 1914 für Kfm. Philipp Martin

 

   
 

Nr. 9, erbaut um 1936 für Direktor Hermann Henney (auch Nr. 7)

 

 

 

Schopenhauerstraße

(mittlerer Abschnitt, bis 1937 Teil der Kronprinzessinnenstraße)

 

Die 1898 als Kronprinzessinnenstraße angelegte und 1937 um die Nikolasseer Sudetenstraße verlängerte und neu benannte heutige Schopenhauerstraße wurde erst seit Mitte der 1920er Jahre bebaut. Mehrere Gebäude im mittleren Abschnitt zwischen Spanische Allee und Breisgauer Straße wurden im Krieg schwer beschädigt bzw. zerstört, darunter auch das von Albert Speer 1935/36 für sich und seine Familie errichtete Haus Nr. 31 und die Nr. 33, in dem zuletzt die Familie Martin Bormann wohnte. Vielleicht deswegen gingen auf die Ecke Wagen-/Schopenhauerstraße am 6. März 1944 rd. 20 Sprengbomben nieder, die die meisten Häuser im Umkreis zerstörten. Das an die Häuser angrenzende Wäldchen bis zur Dubrowstraße wurde um die 1970er Jahre bebaut. Die Straße beginnt an der Schlachtenseer Johanneskirche.

 

Nr. 21 (Kronprinzessinnenstr. 11/13), erbaut um 1925 für den Schauspieler Julius Falkenstein

Nr. 23 (Kronprinzessinnenstr. 15),  Höllingsches Haus, erbaut 1924 für den Bergassessor Wilhelm Hölling

Nr. 29 (Kronprinzessinnenstr. 19), erbaut 1924 für Fabrikdirektor Louis Leonhard

   

 

Nr. 31 (Kronprinzessinnenstr. 21), Gartenansicht, errichtet 1935/36 von und für Architekt Dipl.-Ing. Albert Speer, Bewohner bis 1941 – im Weltkrieg zerstört, Nachfolgebau (Bewohner Bariton Barry McDaniel) Anfang Juli 2009 abgerissen

 

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