Potsdamer Chaussee – nördliche Seite

 

zwischen Spanische Allee und Von-Luck-Straße

Link zur Wasgenstraße nördlich der Spanischen Allee.

 

 

Wasgenstraße 20–16: Nr. 16 (für Kfm. Dr. Kurt Jacobs) und Nr. 18 (für Dipl.-Volksw. Hans Bannert) erbaut um 1936, Nr. 20 erbaut um 1937 für Min.-Dirigent Dr. Hans Spitta

Ansichtskarte um 1935; links oben die Tewsschule, links unten Stirngebäude Spanische Allee 70 der Reichsbeamtensiedlung, rechts oben Spanische Allee 72 Ecke Schopenhauerstraße, rechts unten südliche Krottnaurerstraße

Nr. 33–47, Teil der denkmalgeschützten Reichsbeamtensiedlung der Wohnstätten GmbH von Paul Mebes und Paul Emmerich (s. auch Spanische Allee) – die Schule ist noch nicht gebaut

Nr. 50 (vor 1945: Tewsstr. 23), 3. Volksschule Zehlendorf, „Westschule“, nach Fertigstellung 1927 (heute Johannes-Tews-Grundschule) – der 1939 begonnene Erweiterungsbau wurde erst 1952 fertiggestellt – Baudenkmal

Ansichtskarte um 1938; links oben Krankenhaus Hubertus, links unten Reichsbeamtensiedlung Guntersblumer Str., rechts oben Blick auf die Kreuzung Span. Allee/Breisgauer/Tewsstr., rechts unten Breisgauer Str. (in der NS-Zeit Stöckerzeile)

Blick über die Hönowschen Felder auf die Tewsstraße (rechts Guntersblumer Weg). Im Vordergrund Haus Nr. 18, erbaut 1932/33 für den Bankbeamten Kurt Schenk, Mitbewohner Eduard von Borsody, Filmtechnik/-regisseur, Vater der Schauspieler Hans und Susanne

Blick in die Hubertusstraße um 1925 ...

... und rechts gegenüber: Ernte bei Bauer Hönow

Blick aus einer Wohnung in der damaligen Hubertusstraße (heute Tewsstraße) Ecke Wasgenstraße in Richtung Potsdamer Chaussee um 1932. Links in den Bäumen der Bauernhof der Familie Hönow, unter der Kieferngruppe in der Bildmitte stand im Gebüsch der gemauerte Backofen des Bauern, dahinter im Hintergrund die mit Eichen gesäumte Potsdamer Chaussee. Die Familie Hönow, die letzte Zehlendorfer Bauernfamilie, betrieb bis Ende 1956 auf ihrem Gehöft – eine Schenkung Friedrich des Großen nach dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763) – Ackerbau und Viehzucht.

Während die westliche Seite zwischen Wasgenstraße und Spanische Allee 1923/24 einschl. des heutigen Guntersblumer Weg (früher Elisabethstraße, in der NS-Zeit Badenweilerweg) komplett mit der „Reichbeamtensiedlung“ bebaut wurde, gab es auf der gegenüberliegenden, an das Hönow-Gut angrenzenden Seite bis nach dem Krieg lediglich das Haus Nr. 18.

Auf dem oben abgebildeten Areal wurde in den Kriegsjahren ein Lager für die Organisation Todt eingerichtet (rechts Bild, links im Vordergrund Haus Tewsstr. 18). Anfang März 1944 wurde die Reichsbeamtensiedlung durch zwei Bombenangriffe schwer beschädigt, Anfang der 1950er Jahre aber wieder aufgebaut. Auf dem ehem. Todt-Gelände stehen heute die Zwölf-Apostel-Kirche (erbaut 1953/54) mit Gemeindehaus, die um 2006/07 fertig gestellten NCC-Stadtvillen 59a-k/61a-m sowie das Studentendorf (Erstbezug 1959).

 

Bombenschäden im Badenweilerweg (vorher Elisabethstraße), seit 1947 Guntersblumer Weg

Ansichten um 1960

Das Gebiet nördlich der Potsdamer Chaussee: obere Von-Luck-Str. / Beskidenstr. / obere Krottnaurerstr. / Wasgenstraße / Kirchweg / Haagstr. mit  Albiger Weg, Pfeddersheimer Weg, Ost- und Westhofener Weg –  das „Wonnegau-Viertel“ –, wurde Anfang der 1930er Jahre erschlossen und bebaut. Dieses Viertel wird ausführlich in einer gesonderten Homepage beschrieben.

An der Kreuzung Beskiden-/Ecke Von-Luck-Straße gab es mit der Drogerie Bastian, dem Bäcker Mietzner (später Walter), beide Von-Luck-Str. 27–29, und dem Lebensmittelladen Dieterich (später Carisch) in der Beskidenstr. 33 ein kleines Nahversorgungszentrum.

 

   

Ansichtskarte um 1935: links oben Von-Luck-Str., links unten Krottnaurerstr., rechts oben Beskidenstr., rechts unten Heldendenkstein vor der ev. Kirche

Beskidenstr. 45, erbaut 1933/34 für Otto Pohl, ein typisches Beispiel für die Bebauung in diesem „Neubaugebiet“, aber auch in anderen Straßen Nikolassees ab Mitte der 1930er Jahre.

Kirchweg/Im Mittelbusch/Albiger Weg/Von-Luck-Straße, Siedlung Ramin, erbaut 1936 von Paul Zimmerreimer und Hanns Hirt für die Grundstücks-Ges. Rehwiese-Mittelweg GmbH Dr. Gustav Ramin

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